Mehrere EU-Abgeordnete haben Berichten zufolge eine Untersuchung gegen Fifa-Chef Gianni Infantino wegen möglicher Verstöße gegen den Ethikkodex des Weltfußballverbandes gefordert. Hintergrund ist demnach das Verhältnis des Weltverbandschefs zu US-Präsident Donald Trump. In einem Brief, über den The Athletic und Politico berichteten, drückten 50 Mitglieder des Europäischen Parlaments ihre Unterstützung für die entsprechende Beschwerde der Organisation FairSquare gegen Infantino aus.
Wenn Infantino »einen Präsidenten gegenüber einem anderen bevorzugt, schadet das dem Ansehen der Fifa und des gesamten Turniers«, schrieb der Europaabgeordnete Barry Andrews demnach darin. Das Schreiben wurde unter anderem von Abgeordneten aus Irland, Deutschland, Spanien, Frankreich, Belgien, Italien, Luxemburg, Dänemark, der Slowakei und den Niederlanden unterzeichnet.
FairSquare beruft sich in der Beschwerde auf den vierten Artikel der Fifa-Statuten, wonach der Weltverband politisch neutral bleiben muss. Kritik übte der Verband unter anderem an der Entscheidung Infantinos, Trump bei der Auslosung der Vorrundengruppen für die Fußball-WM 2026 einen neu ins Leben gerufenen Fifa-Friedenspreis zu verleihen.
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