
Politische und technologische Umbrüche sowie der konjunkturelle Abschwung hinterlassen rote Zahlen in den Bilanzen der Großunternehmen. Zwar konnten sie im Jahr 2025 einen so gut wie unveränderten Gesamtumsatz von 3,8 Billionen Euro einnehmen, fast genau so viel wie im Jahr davor. Doch sie verbuchten gleichzeitig einen deutlichen Gewinnrückgang um 9,8 Prozent. In Summe sanken ihre Jahresüberschüsse um 11,7 Milliarden Euro auf 107,1 Milliarden Euro. Die Unternehmen, die eine Angabe zum Jahresüberschuss oder Jahresfehlbetrag machten, erzielten durchschnittlich einen Gewinn von 754 Millionen Euro, 88 Millionen Euro weniger als im vorangegangenen Geschäftsjahr.
Die Zahlen stammen aus der jährlich vom F.A.Z.-Archiv ermittelten Liste mit den 200 größten Unternehmen aus den Bereichen Industrie, Handel und Dienstleistungen. Berücksichtigt werden Firmen mit Sitz in Deutschland, also auch hier ansässige Tochtergesellschaften internationaler Konzerne. Finanzunternehmen wie Banken und Versicherungen enthält die Liste nicht. Deren Größe bemisst sich üblicherweise nicht am Umsatz, sondern an der Bilanzsumme und den Beitragseinnahmen. Die F.A.Z.-Liste bietet einen breiten Blick in die deutsche Wirtschaft, da sie anders als die üblichen Rankings dieser Art nicht nur börsennotierte Unternehmen berücksichtigt.
