Wer eine Erklärung sucht für den erratischen Eifer des US-Präsidenten, findet sie meist in dessen früheren Niederlagen. Zum Beispiel 2015: Da entschied das britische oberste Gericht, dass ein Windpark mit elf Turbinen im Nordosten Schottlands gebaut werden dürfe. Donald Trump, damals nur Präsidentschaftskandidat, hatte sich jahrelang gegen das Projekt gewehrt. Die Windräder würden die Aussicht von seinem Golfresort im schottischen Aberdeenshire ruinieren. Durchsetzen konnte er sich nicht.
Heute, elf Jahre und eineinhalb Amtszeiten später, führt Trumps Krieg gegen den Iran der Weltwirtschaft ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen vor Augen. Und obwohl sich die gestiegenen Ölpreise längst auch an amerikanischen Tankstellen bemerkbar machen, setzt Trumps Regierung ihren Kampf gegen den Ausbau erneuerbarer Energien fort. Wie ideologisch der inzwischen geführt wird, lässt sich auch an den Summen ablesen, die Trump dafür zu zahlen bereit ist.
