
Das verlängerte Wochenende rund um Christi Himmelfahrt haben nicht nur viele nur für einen Kurzurlaub genutzt, es haben auch Tausende einen Ausflug in die Innenstädte und die Einkaufszentren in der Rhein-Main-Region gemacht. Die Geschäfte waren voll. Das wünschte sich der Einzelhandel für jeden Tag.
Die Realität sieht anders aus. Der Onlinehandel, die Konsumflaute und Insolvenzen setzen den Shoppingcentern zu, der Leerstand ist unübersehbar. Seit einigen Jahren setzen die Einkaufszentren vermehrt auf Gastronomie, Dienstleistungen und Erlebniswelten, um die Kundschaft wieder anzuziehen. Es wird viel Geld in die Umgestaltung der Center investiert, um eine Trendwende zu schaffen.
Die Spiele- und Erlebniswelten können zumindest einen kleinen Teil dazu beitragen, dass die Shoppingcenter wieder attraktiver werden. Die Menschen sind immer auf der Suche nach neuen Freizeitangeboten und auch bereit, dafür Geld auszugeben. Zur Wahrheit gehört, dass die Betreiber solcher Erlebniswelten geringere Mieten als klassische Einkaufsgeschäfte zahlen. Dafür verschwinden immerhin die leeren Flächen.
Einzelhandel muss sich vom Onlinehandel abheben
Fußball spielen, Arcade-Games zocken, in Indoorspielplätzen toben oder in luftigen Höhen über das Einkaufszentrum schweben. Im My Zeil, Skyline Plaza, Main-Taunus-Zentrum und Loop5 sind große Flächen für diese Freizeitangebote geschaffen worden. Eine Paddletennis-Anlage soll nächstes Jahr auf dem Dach des Skyline Plaza entstehen. Weitere Pläne werden geschmiedet. Unterhaltung allein wird aber nicht reichen.
Die Centerbetreiber müssen in der Welt der schnelllebigen Trends schnell und kreativ reagieren, um nicht den Anschluss zu verpassen. Was heute gehypt wird, kann in zwei Jahren schon wieder überholt sein. Für den Einzelhandel wird es darauf ankommen, den Kunden Erlebnis-Angebote zu machen, um sich vom Onlinehandel abzusetzen: Beratung, Showrooms, Kurse, Events und interaktive Elemente.
Shoppingcenterbetreiber und Handel müssen den Weg am besten gemeinsam gestalten – um Leute in großer Zahl nicht nur an Brückentagen und langen Wochenenden bei sich willkommen zu heißen.
