
26. April 2026 · Bouldern statt beten: Seit einem Jahr gibt es in Bad Orb die Boulder Church in der früheren Michaelskirche. Das Konzept geht auf: Sport an einem Ort mit besonderem Flair.
„Links rum“, kommandiert Lotta, während sie die Treppe zur oberen Ebene hinaufrennt, weisungsgemäß biegt Ida ab. Die beiden Mädchen, sechs oder sieben Jahre alt, sind heute die ersten Gäste in der Boulder Church, aber sie kennen sich dort bestens aus. Zielstrebig geht es zu einer Kletterwand im ersten Geschoss, dort sind die Routen für Kinder und Einsteiger aufgebaut. Eine Etage tiefer krallt sich Sabine Hoffmann-Keßler artistisch an einen Überhang, obwohl sie zurzeit eigentlich die schwierigsten Passagen auslässt: Sie laboriert an einer Zyste in der Hand, „da hab ich es mit dem Klettern wohl übertrieben“, sagt die junge Frau vom Team der Boulder Church. Vor einem Jahr haben Marc Ihl und Marco Köhler sie in Bad Orb eröffnet, ein bisher einmaliges Projekt: Kletterhallen gibt es viele – aber nicht in einer ehemaligen Kirche.
