Die gefährliche Ebola-Krankheit
breitet sich im Osten der Demokratischen Republik Kongo weiter aus. Wie
die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilte,
wurden bislang 1.048 Ebola-Fälle bestätigt. 267 Menschen seien gestorben.
Die Zahlen sind so hoch wie nie zuvor innerhalb des ersten Monats eines Ausbruchs in einem afrikanischen Land. Die Behörden haben laut WHO viele
Fälle in der Provinz Ituri erfasst. Ein bewaffneter Konflikt verschärft die Lage dort. Auch Nord-Kivu und Süd-Kivu seien
betroffen. Das ganze Ausmaß des Ausbruchs sei noch immer nicht klar.
Fälle seien auch aus Uganda gemeldet worden.
Die Internationale Organisation für Migration (IOM) meldet darüber hinaus mindestens 25 Fälle in Flüchtlingslagern im Kongo. Bisher sind dort 14 Menschen an der Krankheit gestorben.
WHO-Chef fordert mehr Behandlungszentren
Schritte, um die Epidemie einzudämmen, gestalten sich schwierig. Infizierte sollen möglichst schnell isoliert werden, zudem ist es wichtig, die Kontaktpersonen nachzuverfolgen. Zu Beginn der Epidemie waren die örtlichen
Krankenhäuser schnell überlastet. Die anschließend mit Teams der
WHO und mehrerer NGOs eingerichteten Ebola-Behandlungszentren sind zu 80 Prozent ausgelastet.
WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus forderte auf X »mehr Behandlungszentren, mehr geschultes Gesundheits- und Pflegepersonal, mehr Tests und mehr Teams aus den Gemeinden«, um vor Ort besser zu helfen.
Er forderte die internationale Gemeinschaft zu Solidarität auf, um den Ausbruch zu beenden. Bislang hätten sich 100 Patienten erholt. Das zeige, »dass das Virus durch rechtzeitige medizinische Hilfe gestoppt werden kann«.
Trotz Fortschritten bei Impfstoffen und
Behandlungsmethoden sind in den vergangenen 50 Jahren durch Ebola schätzungsweise 15.000 Menschen in Afrika gestorben. Der jetzige Ausbruch ist die 17. Ebola-Epidemie
in der Demokratischen Republik Kongo. Verursacht wurde sie von der seltenen Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus.
