Modellszenarien der US-Gesundheitsbehörde CDC zeigen das drastische Ausmaß des aktuellen Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo. Demnach könnte der aktuelle Ausbruch des Ebola-Stamms Bundibugyo ohne entschlossene Maßnahmen ein ähnliches oder sogar noch größeres Ausmaß annehmen als der Ausbruch in Westafrika von 2014 bis 2016, wie die Behörde mitteilte.
Den modellierten Szenarien zufolge könnte der Ausbruch zu einem der größten werden, die jemals dokumentiert wurden, sagte Jason Asher, Direktor des CDC-Zentrums für Prognosen und Ausbruchsanalysen. Die CDC veröffentlichte drei Dokumente im Morbidity and Mortality Weekly Report zu dem Ausbruch. Ziel sei es unter anderem, Ressourcen in der internationalen Gemeinschaft zu mobilisieren, sagte Satish Pillai, der Einsatzleiter für die Ebola-Bekämpfung der CDC.
Die USA geben insgesamt 200 Millionen US-Dollar
Die USA haben unterdessen bekannt, dass sie fast 38 Millionen US-Dollar an zusätzlichen Mitteln für die Ebola-Bekämpfung bereitstellen werden. Damit beläuft sich die bisherige Gesamtsumme an direkten Finanzmitteln auf über 200 Millionen US-Dollar, teilte das Außenministerium imit.
Das Ministerium nannte keine Einzelheiten darüber, wie die Mittel verwendet werden sollen. Es arbeite eng mit den US-amerikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention sowie mit der Demokratischen Republik Kongo und Uganda zusammen, schrieb es. Ziel sei es, »eine schnelle und umfassende Reaktion« auf den Ebola-Ausbruch zu organisieren.
Der aktuelle Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo hat laut Weltgesundheitsorganisation bislang zu 344 bestätigten Fällen der Krankheit und 60 Todesfällen geführt. Nach Angaben des US-Außenministeriums sollen US-Bürger, die dem Virus ausgesetzt waren, aber keine Symptome zeigen, in Kenia in einer Einrichtung unter Quarantäne gestellt werden, die derzeit aufgebaut wird.
