Nach dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig liefern ausgewertete Überwachungsvideos neue Erkenntnisse: Bereits am vergangenen Dienstagabend flog die Drohne gezielt auf eine ukrainische Frachtmaschine zu und schlug auf deren Tragfläche ein, wo sich in der Regel die Treibstofftanks befinden. Die Drohne prallte jedoch ab und stürzte zu Boden. Einige Stunden später wurde sie von einem Busfahrer gefunden, der das Sicherheitspersonal alarmierte. Außerdem wurden heute DNA-Spuren an der Drohne festgestellt. Warum der Sprengstoff nicht explodiert ist und weshalb es weiterhin keine klaren Aussagen dazu gibt, wer hinter diesem Angriff steckt, das erklärt Politikredakteurin Anne Hähnig im Podcast.
Durch einen ukrainischen Drohnenangriff wurden in der russischen Stadt Nischnekamsk laut russischen Behörden mindestens 13 Menschen getötet und 75 weitere verletzt. Die Angriffe richteten sich unter anderem gegen Industrieanlagen und eine Ölraffinerie etwa 1.600 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Das russische Verteidigungsministerium gab an, beim ukrainischen Angriff, der sich auf insgesamt 15 Regionen erstreckte, 456 Drohnen abgefangen zu haben.
Außerdem im Update: Der Wassermangel im Rhein könnte die wichtige Route für Gütertransporte bald unterbrechen. Das prognostiziert der Verband der deutschen Binnenschifffahrt für einen der Messpunkte in Kaub, wo der Fluss besonders flach ist. Der Rhein wäre dann nicht mehr durchgängig befahrbar. Die Folge: Der Schiffsverkehr würde in getrennte Gebiete, von den Nordseehäfen bis Köln einerseits und den Verkehr auf den südlichen Nebenflüssen andererseits, zerfallen. Damit Güter trotzdem ans Ziel kommen, haben mehrere Bundesländer bereits das Sonntagsfahrverbot für Lkw gelockert. Jonas Schulze Pals aus dem Wirtschaftsressort ist aktuell mit Verkehrsminister Steffen Bilger in Schleswig-Holstein unterwegs und berichtet, welche Ideen die Politik zur Lösung des Niedrigwasserproblems hat.
Und sonst so? Kann man 162 Jahre altes Bier noch trinken?
Moderation und Produktion: Fabian Scheler
Redaktion: Imre Balzer und Constanze Kainz
Mitarbeit: Maximilian Renzikowski
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
