Das Argument: Wer für das Land Verantwortung trage, müsse mit gutem Beispiel vorangehen. Einige der Betroffenen finden, das gehe zu weit.
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Wer heute regiert, kann kaum noch
etwas richtig machen. Stets schreit einer, der meint, dass man ihm auf die Füße
tritt. Fast immer wird den Regierenden das Schlechteste unterstellt. Diese
Erfahrung muss in diesen Tagen auch Frankreichs Premierminister machen.
Sébastien Lecornu ist ein
ernsthafter, umsichtiger Mann. Emmanuel Macron hat ihn im vergangenen Herbst an
die Spitze der Regierung berufen. Seine Amtszeit wäre damals beinahe schon nach
wenigen Tagen wieder zu Ende gewesen, so labil sind die Verhältnisse. Doch
Lecornu ist es mit einigem Geschick gelungen, die Situation vorübergehend zu
beruhigen.
