Trump und Xi verhandeln in Peking über Hightech-Exporte und Seltene Erden. Ausgetragen wird das Drama aber in den Häfen von Singapur, Penang und Hanoi.
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Es ist die Art von Ärger, in die man hineingerät, ohne gefragt worden zu sein. Während Xi Jinping sich gerade mit Donald Trump trifft, schauen die Regierungen in Kuala Lumpur, Singapur und Hanoi ziemlich erschrocken in Richtung Peking: Der US-Präsident ist dort mit einem schweren Vorwurf gegen etliche Länder Südostasiens angereist – und die Betroffenen sind ja nicht eingeladen und können sich nicht wehren. Trumps Regierung ist davon überzeugt, dass durch die Häfen, Freihandelszonen und Industrieparks der Region heiße Ware fließt, die China eigentlich nicht bekommen darf: Hochleistungschips und Chipfertigungsmaschinen aus den USA, Japan und den Niederlanden. Hightech, die Washington seit Jahren mit Exportverboten belegt, weil sie Chinas Militär- und KI-Industrie voranbringen könnte.
