
An Anschauungsmaterial hätte es Keynes bei Trump nicht gemangelt. Bis zu den Zwischenwahlen könnte aber Ruhe einkehren. Das Iran-Abkommen wurde unterschrieben, die Straße von Hormus soll wieder offen sein. Die Märkte reagieren positiv, wenn auch nur in homöopathischer Dosis. Offenbar traut die Börse dem Frieden nicht.
Nun ist das mit der Berechenbarkeit in der Wirtschaft so eine Sache. Selbst wenn der Präsident stillhält, kehrt an den Märkten keine Sicherheit ein. Denn dort warten schon die vertrauten Unwägbarkeiten: Inflation, Zinsen und die Frage, wie hart der neue Chef der Federal Reserve, Kevin Warsh, gegen steigende Preise vorgehen würde.
Auch Anleger mussten ihre Erwartungen neu sortieren. So schrumpft die Hoffnung auf ein paar Monate Berechenbarkeit wieder auf das, was sie in Washington meist ist: eine Zwischenphase bis zur nächsten Irritation.
