Die dominanten Titeljäger vom FC Bayern München sind gegen Bayer Leverkusen ins DFB-Pokalfinale eingezogen und träumen weiter vom Triple. Die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany siegte im Halbfinale bei den Rheinländern verdient mit 2:0 (1:0).
Die Bayern, die am Sonntag ihre 35. deutsche Meisterschaft perfekt gemacht hatten und zudem im Halbfinale der Champions League stehen, haben den Gewinn aller wichtigen Trophäen weiter fest im Blick. Leverkusen wird die erste Saison nach der Zeit von Coach Xabi Alonso dagegen ohne Pokal beenden.
Erstes Pokal-Finale seit Triple-Saison 2019/2020
Vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena erzielte Harry Kane (22. Minute) das 1:0 für die Münchner. Luis Díaz traf in der Nachspielzeit zum 2:0 (90.+4) für die Gäste, die sich nun auf das Endspiel am 23. Mai in Berlin freuen können. Für die Bayern ist es das erste Pokalfinale seit sechs Jahren. Damals holte das Team unter Trainer Hansi Flick das Triple. Den Gegner spielen an diesem Donnerstag der VfB Stuttgart und der SC Freiburg aus.
Für die Leverkusener geht es in den verbleibenden vier Saisonspielen darum, sich erneut für die Champions League zu qualifizieren. Das Team von Trainer Kasper Hjulmand liegt derzeit auf Rang sechs und hat vier Punkte Rückstand auf einen Königsklassen-Platz.
Stimmungsvoller Fan-Empfang für Leverkusen
Schon vor der Partie herrschte rund um das Stadion knisternde Pokal-Atmosphäre. Tausende Leverkusen-Fans empfingen den Mannschaftsbus mit einem Spalier, viel Rauch und Pyrotechnik.
Auf dem Platz übernahmen die Bayern sofort die Kontrolle. Die Münchner hatten von Beginn an häufig den Ball, ließen das Spielgerät sicher laufen und erspielten sich erste Chancen. Ein Versuch von Dayot Upamecano flog über das Tor, Luis Díaz und Kane aus spitzem Winkel scheiterten an Bayer-Keeper Mark Flekken.
Kane bringt die Bayern verdient in Führung
Die Gastgeber versuchten, sich spielerisch aus dem Meister-Pressing zu befreien. Das gelang jedoch fast gar nicht. Leverkusen hatte große Probleme mit den hoch anlaufenden Münchnern.
So war die Bayern-Führung wenig überraschend. Jamal Musiala passte von rechts flach in den Strafraum. Dort nahm Kane den von Díaz durchgelassen Ball nicht optimal an, traf dann aber dennoch präzise in den Winkel.
«FC Bayern, wir fahren nach Berlin», sangen die Fans der Münchner – nicht einmal 25 Minuten waren da gespielt. Und ihre Mannschaft spielte weiter nach vorne. Kimmich, Olise und Kane brachten das Flekken-Tor mit ihren Schüssen zwar nicht ernsthaft in Gefahr. Die Bayern beschäftigten die Leverkusener aber so stark in deren Hälfte, dass das Hjulmand Team quasi gar nicht nach vorne kam. Wenn sich die Gäste etwas vorwerfen lassen mussten, dann, dass sie zur Pause nur 1:0 vorne lagen.
Tella hat die erste Chance für Leverkusen
Nach Wiederanpfiff machte die Kompany-Truppe weiter, wo sie aufgehört hatte. Der auffällige Musiala überwand Flekken per Chip, doch Bayer-Kapitän Robert Andrich rettete für seinen geschlagenen Torhüter.
Leverkusen probierte nun, sich vermehrt mit langen Bällen aus dem Forechecking der Bayern zu befreien. Das klappte zumindest ab und an. Nathan Tella schoss aus der Distanz und zwang den bis dahin nahezu beschäftigungslosen Manuel Neuer im Bayern-Tor in der 52. Minute zu einer ersten Parade.
Weil Josip Stanisic und Kane auf der Gegenseite am glänzend aufgelegten Flekken scheiterten, blieb das Spiel trotz weiterhin großer Bayern-Überlegenheit lange offen. Leverkusen konnte das aber nicht mehr nutzen. Díaz dagegen vollendete einen späten Konter zum 2:0. Die Partie wurde danach gar nicht mehr angepfiffen.
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