Im Tor steht Orlando Gill, der zwar 14 Jahre jünger ist als Manuel Neuer, aber dafür schon ungefähr 14-mal so viele Paraden gezeigt hat wie der deutsche Torwart bei dieser WM. Zweimal blieb er zuletzt ohne Gegentor, obwohl Australien und die Türkei zusammen 44 Schüsse auf ihn abgefeuert haben.
Die Viererkette bilden von links nach rechts Junior Alonso, José Canale, Gustavo Gomez und Juan José Cáceres. Vier Paar Schraubstollen, die Undav, Wirtz und Co. einen tendenziell ungemütlichen Abend bescheren dürften.
Im defensiven Mittelfeld spielt Paraguay mit zwei Nachkommen ehemaliger Nationaltorhüter: Damián Bobadilla und Matías Galarza. Das ist echtes Abwehr-Commitment.
Über die Flügel kommen Miguel Almirón und Andrés Cubas. Ersterer sah gegen die Türrkei die erste Rote Karte der WM-Geschichte fürs Motzen hinter vorgehaltener Hand. Letzterer verpasste im November zwei Länderspiele, weil er seinen Pass in einer Hosentasche vergessen und mitgewaschen hatte, weshalb dieser zwar schön sauber, aber leider nicht mehr zu gebrauchen war. Und dass man mit paraguayischen Pässen keine Späße machen sollte, ist ja seit Ronaldinho bekannt.
Aber wir schweifen ab, bevor wir überhaupt vorne angekommen sind. Im Sturm bietet Paraguay Gabriel Avalos und Julio Enciso auf. Enciso hat beide Turniertore seines Teams vorbereitet und ist wohl so etwas wie der größte Star der Paraguayer.
