Der Deutsche Buchpreis will den »Roman des Jahres« auszeichnen – eine schwierige Kategorie. Aber wenn sie zu einem Buch passt, dann zu »Die Lücken« von Shida Bazyar.
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© Tabea Treichel
Natürlich entsteht die größte Schwierigkeit vorab schon aus dem Deutschen Buchpreis selbst, beziehungsweise seinem Eigenanspruch, dass mit ihm der »Roman des Jahres« ausgezeichnet werde. Damit beginnen schon die heiteren Interpretationsübungen, die, seit der Preis etabliert wurde, die Kommentatoren des literarischen Geschehens intellektuell mehr als geringfügig beschäftigen; weil Jahr für Jahr recht unklar ist, ob der Roman des Jahres der »beste« ist oder vielleicht nur dickste oder der verkäuflichste oder doch der »wichtigste«, also weithin anschlussfähig an akute Gegenwartsdebatten, falls man Literatur hauptsächlich als Illustrationshilfe der Tagesthemen betrachtet. Bislang gibt es darauf keine verlässlichen Antworten, höchstens welche mit zerbissenen Zungen. Somit ist »Roman des Jahres« ein weitaus komplexeres Genre als der unentwegt ausgerufene »Roman der Stunde«, da ist der Bedeutungszeitraum netterweise auf 60 Minuten beschränkt.
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Diese Fragen beantwortet der Artikel:
- Warum gilt Shida Bazyars »Die Lücken« als überzeugender Buchpreissieger?
- Was erzählt der Roman über Heimesbach und historische Kontinuitäten?
