
Skandal oder nicht: Der Kölner Asylfall steht beispielhaft für die Verwaltung von Migration. Es fehlt an Klarheit und Konsequenz. Darunter leiden alle, auch die Migranten, die kommen. Ob aus Verzweiflung, wegen Verfolgung, gelockt oder geleitet, sie brauchen eine klare Botschaft: Abweisung oder Einlass; außerdem kurze (Rechts-)Wege, eine ebenso hilfreiche wie effiziente Verwaltung.
Es ist ein Unding, wenn das Fehlen eines politischen Willens und jahrelanger Behördenwirrwarr auf dem Rücken auch des betroffenen Migranten und seiner Familie ausgetragen werden. Natürlich gibt es auch veritable Abschiebungshindernisse, über die man nicht hinwegkommt. Viele Hürden lassen sich aber nehmen. Oder es gibt eigentlich keine, es fehlen nur Anstrengung und Organisation.
Den Preis zahlen künftige Generationen
Die Last tragen dann unter Umständen gut integrierte Familien, die plötzlich die Koffer packen müssen. Oder alle, wenn Straftäter, gar Terroristen kommen, bleiben und töten. Ebenfalls alle, wenn diejenigen bleiben, die kein Recht haben, hier zu sein, es aber durch eigenes Geschick und Behördenversagen schaffen, zum Dauergast und auch zum Deutschen zu werden, aber Kostgänger des Sozialstaats und in ihrer eigenen Welt bleiben.
Die Kosten solch irregeleiteter, unkontrollierter Migration und Einwanderungspolitik tragen auch künftige Generationen. Denn das Land braucht gut qualifizierte Bürger, die für sich und andere arbeiten, Arbeitsplätze schaffen, Steuern zahlen, sich auch sonst engagieren – und Deutschland verteidigen.
