Die Schultern von der Sonne verbrannt und eingepellt im dunkelblauen Tanktop. Der Sand von der Strandperle zwischen den Zehen. Dass der Busfahrer mich in meinem Zustand überhaupt noch mitgenommen hatte: ein Wunder. Vermutlich, weil er meine Augen unter der Ray-Ban nicht sehen konnte. Oder weil der Mann schon schlimmere Touristen als mich gesehen hatte. Es ist der Sommer 2006. Die Welt ist keine Auster. Sie ist eine ganze Meeresfrüchteplatte. Ich bin ein einziges großes Endorphin. Ich lehne den Kopf an die Fensterscheibe und blinzle nach draußen. Die Nachmittagssonne taucht alles in becksgoldenes Licht. Nur vier Stationen bis zur Reeperbahn. Vier Stationen. Knapp acht Minuten. Oder einmal Transatlanticism von Death Cab for Cutie.
