
Der Dax hat zum Wochenschluss nachgegeben. Kein Absturz, aber ein deutliches Zögern wird deutlich. Im Fokus der Märkte steht das Treffen zwischen US-Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping. Investoren hatten auf eine spürbare Entspannung im schwelenden Handelsstreit gehofft. Die Signale bleiben allerdings widersprüchlich. Solange keine belastbaren Ergebnisse auf dem Tisch liegen, bleibt die Unsicherheit das dominierende Gefühl an den Börsen.
Hinzu kommt der Dauerengpass an der Straße von Hormus. Die anhaltenden Spannungen in der Meerenge, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öls fließt, beunruhigen weiter. Jede neue Eskalation dort treibt den Ölpreis nach oben und damit auch die Inflationserwartungen. Das ist Gift für die Bewertungen am Aktienmarkt.
Für Anleger kann dies nur eines bedeuten: Ruhe bewahren. Wer jetzt in Panik verkauft, realisiert Verluste in einem Umfeld, das fundamental intakt bleibt. Qualitätstitel mit stabilen Geschäftsmodellen bleiben der Anker im Depot. Wer ein bisschen Liquidität gebunkert hat, findet in solchen Schwächephasen sogar attraktive Einstiegschancen.
