Im vergangenen Quartal hat das Softwareunternehmen Palantir seinen Umsatz im Jahresvergleich fast verdoppelt. Mit Erlösen von etwa 1,94 Milliarden US-Dollar übertraf die US-Firma die Erwartungen von Analysten, die im Schnitt eher mit 1,8 Milliarden US-Dollar gerechnet hatten. Die Aktie des Unternehmens stieg zeitweise um mehr als neun Prozent. Palantir hob die Umsatzprognose für das gesamte Jahr an und übertraf mit der Vorhersage für das laufende Quartal die Markterwartungen. Bereits im vergangenen Quartal konnte Palantir seinen Umsatz beinahe verdoppeln.

Das starke Wachstum kommt vor allem aus dem US-Geschäft, wo sich der Umsatz im letzten Quartal mehr als verdoppelte. Das Geschäft mit
Regierungsbehörden wuchs um 90 Prozent auf 809 Millionen US-Dollar.
Software von Palantir wird unter anderem vom Heimatschutzministerium und Verteidigungsministerium eingesetzt. Medienberichten zufolge wird die Software auch im Irankrieg genutzt.

Palantir ist auf die Auswertung großer Datenmengen spezialisiert und liefert unter anderem Software, mit der Geheimdienst- und Militärinformationen analysiert werden. Die umstrittene Überwachungssoftware der Firma soll dabei helfen, Straftaten aufzuklären oder zu verhindern. In Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern wird das von künstlicher Intelligenz unterstützte Programm bereits verwendet.