
Nach monatelangen Verhandlungen über den Abbau von Stellen beim Batteriesystemehersteller Akasol steht das Ausmaß der Arbeitsplatzverluste fest. Die IG Metall Darmstadt teilte am Donnerstag mit, nach der Aushandlung eines Abfindungsprogramms für die Produktionsmitarbeiter der Borgwarner Akasol GmbH gebe es jetzt auch für die Borgwarner Battery Technology Center GmbH ein Verhandlungsergebnis. In diesem Entwicklungszentrum, das früher ebenfalls zu Akasol gehörte und 2024 in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert wurde, fallen demnach etwa 70 Stellen weg. Bei Borgwarner Akasol war schon Ende März ein Abfindungsprogramm aufgelegt worden, der Betriebsrat sagte damals, damit sollten 120 Arbeitsplätze abgebaut werden.
Die Einschnitte sind damit weniger drastisch, als ursprünglich im Herbst befürchtet wurde. Die IG Metall hatte damals mitgeteilt, von 500 Stellen im Werk sollten 45 Prozent, von 300 Arbeitsplätzen im Entwicklungszentrum bis zu 40 Prozent gestrichen werden. Das Unternehmen veröffentlichte keine Zahlen.
Akasol wurde 2008 gegründet, die Wurzeln des Unternehmens gehen aber auf einen in den Neunzigerjahren an der TU Darmstadt gegründeten Verein zurück: die Akademische Solartechnikgruppe, die Solarmobile entwickelte. Das Unternehmen stellt Batteriesysteme für Nutzfahrzeuge, etwa für Lastwagen, her und wurde 2022 vom US-Konzern Borgwarner übernommen.
