Die Bundesregierung hat wegen Sicherheitsbedenken eine Übernahme der Hamburger Logistikfirma Zippel durch die chinesische Staatsreederei Cosco untersagt. Dies teilte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums mit. Das Bundeskabinett habe dafür gestimmt, den Verkauf von 80 Prozent der Anteile von Zippel an Cosco zu unterbinden.
Der Erwerb hätte Abhängigkeiten vertieft und die Resilienz von Lieferketten Deutschlands und der EU gefährdet, hieß es zur Begründung. Deutschland als größte Volkswirtschaft Europas heiße ausländische Investitionen willkommen. Gleichzeitig könne es Investitionen geben, die die Sicherheit des Landes gefährdeten. Die Bundesregierung prüfe jährlich
im Durchschnitt etwa 300 Erwerbsfälle. Dabei sei bisher in
insgesamt acht Fällen ein Kaufverbot ausgesprochen worden, sagte der Sprecher weiter.
Zippel ist am Hamburger Hafen tätig und darauf spezialisiert, Containerfracht vor
allem von den Nordseehäfen Hamburg und Bremerhaven per Lkw und
Bahn in den Osten von Deutschland zu transportieren. Im Februar hatte das Bundeskartellamt mitgeteilt, dass die Großreederei Cosco aus Wettbewerbssicht 80 Prozent der Zippel-Anteile übernehmen dürfe. Ende April wurde jedoch bekannt, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz Bedenken gegen die Übernahme hegt. Cosco gehört nach der Transportmenge zu den größten Reedereien der Welt.
Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.
