
Seit Tagen machen die vorab veröffentlichten Auszüge aus dem Buch von Prinzessin Dianas Bruder, Charles Spencer, Schlagzeilen. Gut 29 Jahre nach dem tragischen Unfalltod seiner berühmten Schwester erhebt der 62-jährige Adlige vor allem gegen König Charles III. schwere Vorwürfe.
Nun ist das Buch mit dem Titel „Swan Song. Diana, meine Schwester“ erschienen, und es gibt noch mehr Unerhörtes, was Spencer über seinen 77-jährigen Ex-Schwager zu sagen hat. Unter anderem, dass der einst schon als „ewiger Thronfolger“ verspottete Charles keinen Hehl aus seiner Ungeduld gemacht haben soll, seine Mutter Königin Elisabeth II. zu beerben.
Demnach soll Charles bei der Trauerfeier für Spencers Vater 1992 sein Herz ausgeschüttet haben: „Du hast so ein Glück!“, soll Charles dem trauernden Spencer gesagt haben. Als dieser sich verdattert gezeigt habe, soll der damalige Thronfolger hinzugefügt haben: „Weil du so früh erbst, meine ich.“
Charles soll sich in Rage geredet haben
Dann soll sich Charles richtiggehend in Rage geredet und beschwert haben, dass er mit 43 Jahren noch immer nichts geerbt habe und von seinen Eltern behandelt werde wie ein kleines Kind. „Bei diesen Worten stampfte er mit dem Fuß auf, sodass er mich ehrlich gesagt in der Tat an ein kleines Kind erinnerte, und zwar an ein ziemlich bockiges“, schreibt Spencer in seinem Buch.
Ob und wie sich der König an die damalige Konversation erinnert, war zunächst nicht bekannt. Überraschend hatte ein Palastsprecher jedoch bereits in der vergangenen Woche zu einer anderen Passage des Buchs mitgeteilt: „Seine Majestät ist sich gewahr, dass die brüderliche Trauer die Vernunft trüben, die Urteilsfähigkeit beeinträchtigen und die Erinnerung einfärben kann auf eine Weise, die andere nicht nachvollziehen können, selbst viele Jahre nach so einem Verlust.“
Charles Spencer hatte zuletzt nach einem Dementi des Buckingham-Palastes darauf beharrt, der damalige Kronprinz Charles habe nach dem Tod Dianas beteuert, sie werde „schnell genug vergessen“ sein. Charles habe in einem Telefonat kurz nach dem Tod seiner von ihm geschiedenen Gattin seltsam „aufgekratzt“ gewirkt, als habe er „gerade im Lotto gewonnen“.
Spencers Behauptungen haben seinem Buch in Großbritannien bereits vor der Veröffentlichung viel Aufmerksamkeit beschert. In der vergangenen Woche hatten britische Medien unter anderem über einen weiteren Buchausschnitt berichtet, in dem Spencer behauptet, Charles habe Diana, die an einer Essstörung litt, kurz nach der Verlobung als „pummelig“ bezeichnet.
