Ging schon wieder hoch her. Am Mittwoch in Lyon zum Beispiel, beim Champions-League-Qualispiel zwischen Olympique und Fenerbahçe. Oder genauer: zwischen Fenerbahçe-Spieler Mattéo Guendouzi und dem Rest der im Stadion Anwesenden, das eigene Team und dessen Anhänger ausgenommen.
Guendouzi, als ehemaliger Profi des verhassten Rivalen Olympique Marseille von den Anhängern Lyons mit einem umfassenden Katalog an Unfreundlichkeiten der französischen Kultursprache belegt, hatte sich für eine Vorwärtsverteidigung entschieden und seine Vergeltung großzügig verbal und nonverbal kommuniziert.
Als er nach Schlusspfiff begann, den Sieg seiner Mannschaft mit „Allez l’OM“-Rufen vor Lyons Kurve zu begehen, wurde das Geschehen unübersichtlich. Fans wie Spieler der Heimmannschaft versuchten, Guendouzis habhaft zu werden, im Tunnel entwickelte sich eine Schlägerei.
Das muss nicht sein. Wie es besser geht, bewies N’Golo Kanté, Mannschaftskollege Guendouzis, dem es gelang, mit 1,68 Körpergröße ein weiteres Mal zum größten Spieler auf dem Platz zu werden. Während um ihn herum Mitspieler und Betreuer im Dutzend Richtung Massenschlägerei rasten, schlenderte Kanté in aller Gelassenheit vom Feld und in die neue Saison.
