Der FC Bayern hat schon in zwei Jahren wieder die große Chance auf ein „Finale dahoam“ in der Champions League. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) vergab am Dienstag die Austragung des Endspiels 2028 an München. Die bayerische Landeshauptstadt, die das wichtigste Spiel im europäischen Vereinsfußball damit zum sechsten Mal austrägt, war der einzige Bewerber.
Zudem steigt bald die nächste Leichtathletik-Party in Deutschland: München richtet 2031 die WM aus. Das gab der Weltverband World Athletics (WA) nach seiner Councilsitzung in Budapest bekannt. Damit werden die Titelkämpfe zum insgesamt dritten Mal in Deutschland ausgetragen. Die WM 2029 findet in Nairobi/Kenia statt – und damit erstmals in Afrika.
Bayern-Niederlage 2012 gegen den FC Chelsea
Das Finale der Königsklasse in der Allianz-Arena ist für den 27. Mai 2028 geplant. Bislang gab es noch keinen Münchner „Heimsieg“. Im „Finale dahoam“ hatte der FC Bayern 2012 gegen den FC Chelsea sein „Drama dahoam“ erlebt und im Elfmeterschießen verloren.
„München hat 2025 einmal mehr gezeigt, dass wir Sportgroßereignisse auf höchstem internationalen Niveau ausrichten können“, hatte Oberbürgermeister Dominik Krause (Bündnis 90/Die Grünen) schon vor der Vergabe betont und von einer „großen Chance“ gesprochen, München wieder einmal „als weltoffene, sportbegeisterte und leistungsfähige Gastgeberstadt international zu präsentieren“.

Auch 2025 war die Allianz-Arena der Schauplatz des Finales gewesen: Paris Saint-Germain triumphierte gegen Inter Mailand. Zudem fanden die Endspiele dreimal im Olympiastadion statt: 1979 siegte Nottingham Forest, 1993 Olympique Marseille und 1997 Borussia Dortmund.
Erinnerungen an EM 2022 und WM 2009 in Berlin
„Welcome to Munich! Wir begrüßen die internationale Welt der Leichtathletik ganz herzlich in Bayern – zur ersten Leichtathletik-WM im Freistaat überhaupt. Wir freuen uns auf ein neues Sommermärchen“, sagte Ministerpräsident Markus Söder. Und Jochen Schweitzer, Aufsichtsratsvorsitzender des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, meinte: „Gemeinsam wollen wir in Deutschland die Leichtathletik feiern, mit dieser WM ein Leuchtturm für den Nachwuchs sein und den Sport noch stärker in unserer Gesellschaft verankern.“
München hatte im Vorfeld viel Werbung für sich gemacht, die WM soll im dann frisch renovierten Olympiastadion ausgetragen werden. Die Stadt plant derzeit mit Kosten in Höhe von rund 110 Millionen Euro für 2031.
1993 hatte Stuttgart die erste Leichtathletik-WM in Deutschland ausgetragen, es wurde ein stimmungsvolles Fest. Auch die WM 2009 in Berlin wurde zur Party mit den beiden Sprint-Weltrekorden von Usain Bolt über 100 (9,58 Sekunden) und 200 Meter (19,19) als sportlichen Höhepunkten. Zuletzt hatte in München die EM 2022 stattgefunden und bei den Stars und Zuschauern für Begeisterung gesorgt.
München strebt auch eine Bewerbung für die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 an. Die Metropole gilt als Favorit der deutschen Bewerbung. Am 26. September entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB).
