Einsatzkräfte haben nach dem Ansturm Zehntausender Menschen auf die spanische Exklave Ceuta weitere Leichen geborgen – die Zahl der Toten steigt damit auf 72. Das teilte der Vertreter des spanischen Innenministeriums in Ceuta, Miguel Ángel Pérez Triano, mit. Zuvor war von 67 Toten die Rede. Der Sucheinsatz vor der Küste von Ceuta dauert weiter an.
Die spanische Zeitung El País zitierte einen anonymen Polizeibeamten mit den Worten: »Es gibt mehr Tote im Meer«. Den Informationen der Zeitung zufolge bereiten die Behörden der Stadt eine Einrichtung vor, um bis zu 200 Leichen aufbahren zu können.
Die meisten Toten seien bei dem Versuch ertrunken, schwimmend von Marokko aus in die Exklave zu gelangen, hatte der staatliche Fernsehsender RTVE bereits am vergangenen Freitag unter Berufung auf die Behörden berichtet. Auf Fotos und TV-Bildern waren unter anderem zahlreiche Schwimm- und Autoreifen zu sehen, mit denen Menschen von der marokkanischen Küstenstadt Fnideq aus versuchten, nach Ceuta zu gelangen. Andere waren über die Grenzzäune geklettert.
Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.
