Die Kritik an Berlins regierendem Bürgermeister Kai Wegner hat sich in der Berliner CDU ausgeweitet: Nach der Jungen Union fordern nun auch mehrere CDU-Mitglieder in einem offenen Brief seinen Rückzug. Wie das Nachrichtenportal Table.Media am Donnerstagabend berichtete, verlangen Autoren des Briefes, Wegner solle sein Amt unverzüglich aufgeben und auf die Spitzenkandidatur für die Abgeordnetenhauswahl am 20. September verzichten: »Elf Wochen reichen für einen glaubwürdigen Neustart«, heißt es demnach in dem Entwurf.
Initiator des Briefes ist laut Table.Media der Berliner Investor Christian Miele. Zu den Mitunterzeichnern zählen demnach weitere CDU-Mitglieder und wirtschaftsnahe Funktionäre.
Krisengespräch am Abend
Auslöser der Forderungen ist die anhaltende Debatte um Wegners Darstellung seines Krisenmanagements nach dem großen Stromausfall in Südwestberlin zu Jahresbeginn. Wegner war in den Wochen danach immer wieder mit Widersprüchen und Unwahrheiten zu seinen Angaben über den ersten Tag des Stromausfalls konfrontiert. Zuletzt war bekannt geworden, dass er entgegen seiner eigenen Darstellung nicht sofort dienstlich telefoniert hatte.
Für diesen Abend soll ein Krisengespräch der CDU-Kreisvorsitzenden geplant sein. In einer jüngst veröffentlichten Umfrage lag die CDU in Berlin nur noch auf Rang vier, wenn auch mit geringem Abstand zu den anderen Parteien.
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