
Flugticketpreise von Deutschland aus seit 2010 etwa verdoppelt
Fliegen in und ab Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren massiv verteuert. Der durchschnittliche Ticketpreis habe sich zwischen 2010 und 2024 von knapp unter 150 Euro auf rund 300 Euro etwa verdoppelt, erklärten der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Montag in einem ersten gemeinsamen Bericht zur Lage der Branche. Grund seien neben stark gestiegenen staatlichen Abgaben wie Luftverkehrsteuer, Luftsicherheitsabgaben und Flugsicherungsgebühren auch höhere Personal- und Betriebskosten. Die Ticketpreise in Europa hätten im Schnitt von fast 250 Euro auf knapp 340 Euro zugelegt.
Derzeit treffe die Airlines und die ganze Branche der wegen des Iran-Kriegs hohe Ölpreis stark, sagte BDL-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang. „Der Kerosinpreis zerstört nochmal sämtliche Wirtschaftlichkeitsrechnungen.“ Fluglinien hätten einen doppelten Schaden – etwa auf dem Weg nach Asien müssten sie wegen anhaltender Luftraumsperrungen zwei Stunden länger fliegen und deshalb ohnehin mehr tanken. Zusätzlich sorge nun das teure Kerosin für eine weitere Belastung.
„Der Report zeigt eine schleichende Abkopplung Deutschlands vom internationalen Luftverkehr“, erklärte Lang. „Verbindungen fallen weg, Passagiere und Fracht weichen auf Drehkreuze außerhalb Europas aus.“ Für eine Exportnation sei das ein ernstes Standortproblem.
