
Verkehrswegespezialist Kapsch mit Umsatzknick
Der börsennotierte Wiener Mautsystemspezialist Kapsch TrafficCom hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 (per Ende März) mit einem scharfen Umsatzknick bilanziert. Die Verkaufserlöse schrumpften von rund 530 Millionen auf 431 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Operativ wurden acht Millionen Euro verdient – nach 12,6 Millionen im Jahr davor.
Hauptgrund für die Erlösdelle war den Angaben zufolge der Wegfall von zwei Betriebsprojekten. In der südafrikanischen Provinz Gauteng endete der Betrieb des Mautsystems mit März 2025, in Belarus hatte das Unternehmen die Mehrheit an der dortigen Betriebsgesellschaft, die das landesweite Mautsystem betreibt, abgegeben. Zusätzlich belasteten eine unerwartete Schwäche des globalen Mautmarktes sowie kundenverursachte Projektverzögerungen das Ergebnis.
Positiv wirkte sich eine Einigung mit der Bundesrepublik Deutschland im Zusammenhang mit Entschädigung für Ausfall und Kündigung der Verträge zur geplanten Pkw-Maut aus, die im ersten Quartal des Berichtszeitraumes zu einem Ergebniseffekt von 23 Millionen Euro führte. In Nordamerika bestätigte sich die Ertragswende, die sich den Angaben zufolge sowohl in höheren Ergebnisbeiträgen als auch in neuen Aufträgen niederschlug.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Management sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ertrag eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr.
Kapsch TrafficCom beschäftigt nach eigenen Angaben rund 2700 Mitarbeiter und ist in mehr als 25 Ländern tätig.
