
Borussia Mönchengladbach hat seinen schlechten Start in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt. Die „Fohlenelf“ verlor beim noch makellosen Angstgegner SC Freiburg völlig verdient mit 0:5 (0:2) und steht erst zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte nach drei Spielen punktlos da.
Für Trainer Eugen Polanski dürfte die Luft immer dünner werden, sein Team präsentierte sich über weite Strecken abermals erschreckend harmlos und fehlerhaft. Dazu flog Kapitän Tim Kleindienst mit Gelb-Rot vom Platz (52.). Vor fast genau einem Jahr hatte Polanskis Vorgänger Gerardo Seoane nach drei Partien und nur einem Punkt gehen müssen.
Yannik Engelhardt (23./79.) und Igor Matanovic (29./77.) trafen jeweils zweifach für die Breisgauer, die erstmals überhaupt nach drei Spieltagen mit der Maximalausbeute von neun Punkten dastehen. Den Endstand besorgte Maximilian Eggestein (86.).
Am Niederrhein hatte es nach der unnötigen 3:4-Heimniederlage gegen Aufsteiger Elversberg bereits gewaltig rumort. Kleindienst äußerte deutliche Kritik an seinen Mitspielern und mahnte wörtlich an: „weniger TikTok gucken“, um sich besser konzentrieren zu können. Er wurde daraufhin von der sportlichen Führung zu einem klärenden Gespräch gebeten.
Mittlerweile wächst die allgemeine Ablehnung gegenüber Polanski. Der Trainer setzte in der schwierigen Situation auf etwas mehr Erfahrung in der Startelf. Dennoch war die Verunsicherung spürbar, Freiburg übernahm sogleich das Kommando. Philipp Treu (10.), Engelhardt (12.) und Matthias Ginter (16.) kamen früh zu guten Chancen, die Borussia konnten sich kaum einmal befreien.
Nach einer Ecke segelte dann Moritz Nicolas unter dem Ball durch, der frühere Gladbacher Engelhardt nickte am zweiten Pfosten ohne Mühe ein. Von der Borussia kam offensiv gar nichts, es passte ganz wenig zusammen.
Dagegen traf Matanovic mit einer Direktabnahme von der Strafraumkante, vom Innenpfosten sprang der Ball ins Tor. Yuiki Suzuki hätte allein vor Nicolas noch erhöhen können (38.), Gladbach war mit dem 0:2 zur Pause noch gut bedient.
Auch die guten Vorsätze für Durchgang zwei waren dann schnell dahin, Kleindienst flog nach einem zweiten unnötigen Foul vom Feld. In Unterzahl schaffte die Elf vom Niederrhein kaum Entlastung, ließ sich weit hinten reindrücken. Freiburg baute die Führung fast nach belieben immer weiter aus.
