Borussia Mönchengladbach – SV Elversberg 3:4 (2:1)
Die SV Elversberg hat als Bundesliganeuling auch ihr erstes Auswärtsspiel in der Bundesliga gewonnen. Bei Borussia Mönchengladbach setzten sich die Saarländer eine Woche nach dem überraschenden Auftaktsieg gegen Leverkusen mit 4:3 (1:2) durch. Für die Gastgeber trafen Hugo Bolin (11. Spielminute und 44.) sowie Joe Scally (56.), für Elversberg David Mokwa (29.), Maurice Krattenmacher (66. und 90.+2) und Felix Keidel (80.). Elversbergs Trainer Vincent Wagner sah in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit nach Protesten die Gelb-Rote Karte und fehlt damit im Heimspiel gegen Bayern. Mönchengladbach wartet nach dem 0:3 bei RB Leipzig weiter auf den ersten Punkt der Saison.
Vor 51.042 Zuschauerinnen und Zuschauern starteten die Gastgeber druckvoller und belohnten sich früh. Nach einer abgewehrten Ecke flankte der erst 18 Jahre alte Mathieu Nguefack bei seinem Heimdebüt auf Bolin, der am zweiten Pfosten einköpfte. Die Elversberger antworteten mit starkem Umschaltspiel und sorgten immer wieder für Unruhe, Francis Onyeka vergab die erste Ausgleichschance und traf den Pfosten (13.). Kurz darauf fiel beinahe das zweite Gladbacher Tor, beim Treffer von Wael Mohya stand Bolin allerdings im Abseits.In der 29. Minute war Mokwa zur Stelle: Nach einem langen Ball gewann er das Laufduell gegen Kou Itakura, blieb im Duell mit Torhüter Moritz Nicolas ruhig und glich aus.
Für Aufregung sorgte kurz vor der Pause Bolins zweiter Treffer: Eingeleitet wurde er durch einen schnellen Einwurf von Tim Kleindienst, der den Ball zuvor im Zweikampf mit Keidel selbst ins Seitenaus bugsiert hatte. Die Proteste der Elversberger gegen die Entscheidung von Schiedsrichter Martin Petersen, den Treffer anzuerkennen, blieben folgenlos, dem wütenden Wagner brachten sie beim Gang in die Kabine die Gelb-Rote Karte.
Kurz nach dem Seitenwechsel stand Kleindienst erneut im Mittelpunkt, als Elversbergs Torhüter Nicolas Kristof dessen Kopfball kurz vor der Linie parierte (48.). Den dritten Gladbacher Treffer erzielte kurz darauf Scally. Der Aufsteiger drängte anschließend weiter nach vorn und kam durch den eingewechselten Krattenmacher zum Anschluss, ehe Keidel in der 80. Minute ausglich. In der zweiten Minute der Nachspielzeit machte Krattenmacher seinen Auftritt als Matchwinner perfekt und traf zum Endstand.
TSG Hoffenheim – Borussia Dortmund 2:3 (1:0)
Borussia Dortmund hat den Start in die Bundesligasaison mit dem zweiten Sieg in Folge perfekt gemacht. Bei der TSG Hoffenheim gewann die Mannschaft von Trainer Niko Kovač nach einem Zwei-Tore-Rückstand mit 3:2 (0:1). Leon Avdullahu (45. Spielminute) und Tim Lemperle (54.) hatten die Gastgeber in Führung gebracht, für die Wende sorgten Serhou Guirassy (61.), der eingewechselte Fabio Silva (66.) sowie ein Eigentor von Hoffenheims Albian Hajdari (87.). Hoffenheim wartet weiter auf den ersten Zähler.
Vor 30.150 Zuschauerinnen und Zuschauern hatten die Hoffenheimer in der ersten halben Stunde mehr vom Spiel und die besseren Torraumszenen: Mehrfach bewahrte Torhüter Gregor Kobel die Gäste vor dem Rückstand. Nach knapp einer halben Stunde lenkte der Schweizer einen Schuss von Adam Daghim um den Pfosten, wenige Minuten später parierte er einen Kopfball von Adam Hložek. Kurz vor der Pause war Kobel erstmals chancenlos, als Avdullahu aus gut 20 Metern sehenswert ins lange Eck schlenzte. Der BVB wirkte über weite Phasen statisch und ideenlos.
Nach dem Seitenwechsel setzte sich das Bild zunächst fort. Vor dem zweiten Hoffenheimer Treffer verpassten gleich drei TSG-Profis eine scharfe Hereingabe von Daghim, auch der Neuzugang selbst und Verteidiger Ozan Kabak hätten früher erhöhen können. Das 2:0 gelang schließlich Lemperle, dessen Schuss von Nationalspieler Waldemar Anton unhaltbar abgefälscht wurde. Die überlegene TSG blieb im letzten Drittel zu nachlässig, um nachzulegen. Nach einem Ballverlust von Torschütze Avdullahu bediente Anton den eine Stunde lang unsichtbaren Guirassy passgenau, der verkürzte. Nur vier Minuten nach seiner Einwechslung traf Silva nach exzellenter Vorarbeit von Guirassy zum 2:2. In der Schlussphase spielten beide Teams auf Sieg; zum tragischen Helden des Tages wurde Hajdari, der eine eher harmlose Hereingabe von Ethan Nwaneri ins eigene Tor lenkte.
Bayer Leverkusen – 1. FC Union Berlin 4:0 (2:0)
Bayer Leverkusen hat die ersten Punkte der neuen Bundesligasaison geholt. Nach dem 2:3 zum Auftakt beim Aufsteiger SV Elversberg gewann die Werkself gegen den 1. FC Union Berlin mit 4:0 (2:0). Die Tore erzielten Ezequiel Fernández (1. Spielminute), Facundo Medina (28.), Patrik Schick (48.) und Ibrahim Maza (66.). Für die Argentinier Fernández und Medina waren es die ersten Treffer im Trikot des Europa-League-Teilnehmers. Union wartet nach dem 3:3 gegen Eintracht Frankfurt in der Vorwoche weiter auf den ersten Ligasieg.
Leverkusen startete perfekt in die Partie: Miguel Gutiérrez kratzte eine abgefälschte Flanke von der Linie und legte nach innen, wo Fernández nach 43 Sekunden einschob. Im Anschluss ließ die Werkself nicht nach, Maza (6.) und Schick (9.) scheiterten aber zunächst an Union-Torhüter Frederik Rönnow. Die Köpenicker kamen in der Folge etwas besser in die Partie, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden. Vor allem Linksverteidiger Gutiérrez schaltete sich immer wieder in die Offensive ein. Der Spanier bereitete auch das 2:0 vor, seine Flanke köpfte Medina wuchtig ein. Kurz zuvor war Schick per Kopf an der Latte gescheitert (28.).
Kurz nach dem Seitenwechsel erhöhte Leverkusen, als Schick einen Querpass von Jarell Quansah locker einschob. Anschließend verwaltete die Werkself den Vorsprung geschickt. In der 66. Minute traf der auffällige Maza sehenswert zum Endstand. Laut wurde es in der BayArena, als eine Minute später Moussa Diaby ins Spiel kam. Den zurückgekehrten Flügelstürmer hatte Bayer in dieser Woche gemeinsam mit Guela Doué für zusammen 60 Millionen Euro verpflichtet und damit die rechte Seite verstärkt.
Bundesliga
Werder Bremen – RB Leipzig 3:1 (1:0)
Werder Bremen hat RB Leipzig eine überraschend deutliche Niederlage zugefügt. Die Grün-Weißen gewannen verdient mit 3:1 (1:0). Für Werder trafen die Rückkehrer Eren Dinkçi (4. Spielminute) und Niclas Füllkrug (68.) sowie Marco Grüll (80.), Ridle Baku verkürzte in der Nachspielzeit (90.+6). Einen Foulelfmeter für Leipzig nahm Schiedsrichter Benjamin Brand nach Prüfung der Videobilder zurück: Bremens Torhüter Karl Hein hatte den Ball gespielt, bevor er Christopher Nkunku traf (25.).
Nach dem 1:4 zum Auftakt in Freiburg durften die Bremer Anhänger früh jubeln: Vor 39.713 Zuschauerinnen und Zuschauern verwandelte Dinkçi einen perfekten Pass von Mittelfeldspieler Chuki bereits in der vierten Minute problemlos zur Führung. Der Favorit aus Leipzig fand erst im Verlauf der ersten Hälfte besser in die Partie. Antonio Nusa vergab in bester Position leichtfertig (19.), kurz darauf folgte die zurückgenommene Elfmeterentscheidung. Die Mannschaft von Trainer Martin Demichelis kam immer wieder über die schnellen Flügel vor das Werder-Tor, spielte gegen die Bremer Defensive aber zu kompliziert.
Auch in der zweiten Hälfte blieb Leipzig zu zaghaft. Für Bremen verpasste Youri Regeer hauchdünn das 2:0, seinen Fernschuss lenkte RB-Torhüter Maarten Vandevoordt gerade noch an die Latte (48.). Werder blieb am Drücker und wurde belohnt, als Füllkrug nach einer Ecke frei zum Kopfball kam. Die beste Gelegenheit zum Anschluss besaßen die Gäste durch einen Lattentreffer von Nusa (72.), auch die eingewechselte Leihgabe Marc Guiu vom FC Chelsea blieb ohne nennenswerte Szene. Grüll erhöhte in der 80. Minute und entschied die Partie, Baku erzielte in der sechsten Minute der Nachspielzeit den Ehrentreffer.
SC Paderborn – SC Freiburg 0:1 (0:1)
Der SC Freiburg hat seinen makellosen Saisonstart fortgesetzt. Beim Aufsteiger SC Paderborn gewann die Mannschaft von Trainer Julian Schuster mit 1:0 (1:0) und feierte den fünften Pflichtspielsieg der noch jungen Spielzeit. Das Tor erzielte Maximilian Eggestein in der 26. Spielminute. Paderborn wartet seit der Erstligasaison 2019/20 auf einen Bundesligasieg. Zumindest bis zum späten Samstagabendspiel steht Freiburg an der Tabellenspitze.
Der Paderborner Marvin Pieringer zwang Freiburgs Torhüter Mio Backhaus bereits früh zur ersten Parade der Partie (2.). Im Anschluss war der Europa-League-Finalist um Kontrolle bemüht, fand gegen die kompakte Paderborner Defensive und den aufmerksamen Schlussmann Nahuel Noll aber zunächst kein Mittel. Nach einer knappen halben Stunde landete der Ball schließlich nach zwei abgeblockten Schüssen erneut bei Eggestein, der sich den Führungstreffer aus kurzer Distanz nicht nehmen ließ. Den schnellen Doppelschlag vereitelte Noll nur zwei Minuten später.
Nach Wiederanpfiff setzten die Gastgeber die Freiburger unter Dauerdruck. An der Seitenlinie trieb Trainer Ralf Kettemann seine Mannschaft immer wieder nach vorn: Pieringer (51., 63.) und dem in der zweiten Halbzeit eingewechselten Steffen Tigges (66.) fehlte jeweils nur wenig zum Ausgleich. Nur mit viel Mühe brachte Freiburg den Vorsprung über die Zeit.
Lesen Sie hier den Spielbericht vom Freitag.
