Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) hält den geplanten erleichterten Abschuss von Wölfen für notwendig. “Wir wollen in keinster Weise den Wolf ausrotten”, sagte Rainer im Morgenmagazin des ARD. “Es geht um den Schutz von Weidetieren.” Der Riss von Weidetieren belaste deren Halter wirtschaftlich, aber auch emotional.
Seine Haltung begründete Rainer auch mit der wachsenden Anzahl von Wölfen in Deutschland. “Wir haben mittlerweile über 200
Wolfsrudel in Deutschland”, sagte Rainer. “Wir haben mehr Wölfe auf die Fläche bezogen
als Russland.” Folglich sei es “notwendig”, einzuschreiten.
Der Bundestag debattiert heute in erster Lesung
über die Regierungspläne für einen erleichterten Abschuss des Wolfes. Union und SPD wollen den Wolf ins Jagdrecht aufnehmen. Auf diese Weise könnten sogenannte Problemwölfe, die Zäune überspringen und Schafe reißen, rechtlich leichter erschossen werden. Weidetierhalter begrüßen das, Tierschützer sind strikt dagegen.
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