
Noch vor wenigen Monaten gratulierte Papst Leo XIV. dem ältesten katholischen Priester der Welt zum 110. Geburtstag. Nun ist Bruno Kant aus dem osthessischen Eichenzell tot. Er sei am Freitagabend gestorben, teilte das Bistum Fulda mit.
Der Fuldaer Bischof Michael Gerber würdigte Kant als einen Priester, dessen Glaubenszeugnis und Dienst viele Menschen über Generationen hinweg geprägt hätten. „Die Begegnung mit ihm hat mich tief beeindruckt. Bis ins hohe Alter strahlte er jene Bescheidenheit, Menschenfreundlichkeit und geistliche Tiefe aus, die sein ganzes priesterliches Leben geprägt haben.“ Das Bistum Fulda blicke mit großer Dankbarkeit auf sein Wirken und seinen Dienst zurück.
Zu seinem 110. Geburtstag am 26. Februar dieses Jahres hatte Kant dem Bistum zufolge besondere Glückwünsche direkt aus dem Vatikan bekommen, und zwar in Form eines persönlichen Gratulationsschreibens des Papstes. „Mit Freude habe ich erfahren, dass Sie am 26. Februar Ihren 110. Geburtstag begehen dürfen und übermittle Ihnen hierzu meine herzlichen Glück- und Segenswünsche“, schrieb demnach Papst Leo XIV. seinerzeit.
Dem Bistum zufolge wurde Kant im westpreußischen Werblin geboren, am 19. März 1950 wurde er im Fuldaer Dom zum Priester geweiht. Nach seinem Eintritt in den Ruhestand 1991 sei Kant nach Eichenzell-Löschenrod gezogen. Noch bis zu seinem 102. Lebensjahr habe er regelmäßig seelsorgliche Dienste übernommen.
