Der Brand auf einem Firmengelände im Landkreis Kassel hat möglicherweise einen Millionenschaden verursacht. «Der entstandene Sachschaden dürfte nach ersten vorsichtigen Schätzungen der eingesetzten Polizeibeamten im niedrigen siebenstelligen Bereich liegen», teilte die Polizei mit. 30 Menschen hätten während des Einsatzes über Atembeschwerden geklagt und seien vom Rettungsdienst gesichtet worden, teilte die Feuerwehr am Abend mit. Zwei Feuerwehrleute seien verletzt ins Krankenhaus gekommen.
Das Feuer in Fuldatal an der Stadtgrenze zu Kassel war am Morgen ausgebrochen. «Bei Eintreffen der Feuerwehr und der Polizei stand die größere Halle, in der sich neben dem Lager einer Baufirma auch eine Auto- und Teilewerkstatt befindet, bereits im Vollbrand», so die Polizei. Erst gegen 17.30 Uhr waren die Löscharbeiten abgeschlossen.
Ein Teil des 400 Quadratmeter großen Werkstatt- und Verwaltungsgebäudes sei eingestürzt, deshalb sei ein Abrissbagger eingesetzt worden, um alle Brandstellen und Glutnester zu erreichen, so die Feuerwehr.
Warnapp Nina im Einsatz
Wegen des starken Rauchs wurden die Anwohner in Fuldatal gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Über die Warnapp Nina warnte auch die Feuerwehr. «Infolge des Brandes kommt es zu einer Rauchwolke. Eine Gefährdung für den Bereich dieser Warnung kann nicht ausgeschlossen werden.»
Im Einsatz waren den Angaben der Feuerwehr zufolge etwa 180 Feuerwehrleute und rund 60 weitere Einsatzkräfte. Wieso das Feuer ausbrach, war zunächst unklar. Die Polizei setze zur Spurensicherung eine Drohne ein, hieß es. Nun soll zur Brandursache ermittelt werden.
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