DFB-Pokal :
Dortmund gewinnt deutlich bei Hamburger Oberligaklub

dpa
In der ersten Runde des DFB-Pokals gewinnt Borussia Dortmund am Ende klar mit 5:0 beim HEBC Hamburg. Der Außenseiter schlägt sich dabei aber tapfer und hält im ersten Durchgang lange die Null.
Borussia Dortmund hat die erste Hürde im DFB-Pokal sicher genommen. Nach einer halbstündigen Anlaufzeit kam der deutsche Meisterschaftszweite beim Fußball-Oberligaklub Hamburg Eimsbütteler Ballspiel Klub letztlich zu einem souveränen 5:0 (4:0).
Schon zur Pause war die Entscheidung im Volksparkstadion, der Heimstätte des Hamburger SV, nach dem Eigentor des Hamburgers Janek Wrede (33. Minute) sowie den Treffern von Daniel Svensson (36.) und Samuele Inacio (41./45.+2) gefallen. In der zweiten Halbzeit blieben die Dortmunder dominant, doch nur Fabio Silva (59.) traf noch einmal.
Zuschauerrekord für Fünftligaverein
Der Hamburger Stadtteilclub durfte sich immerhin über einen Rekord freuen: Dank des Umzugs ins Volksparkstadion kamen 45.917 Zuschauer. So viele Besucher waren noch nie bei einem DFB-Pokal-Spiel mit Beteiligung eines Fünftligaklubs.
Die Partie war wegen der Teilnahme der Dortmunder am Franz-Beckenbauer-Supercup am 22. August gegen den deutschen Rekordmeister Bayern München (1:2) verlegt worden. Der Titelverteidiger aus München bestreitet am Mittwoch (20.45 Uhr, im F.A.Z.-Liveticker zum DFB-Pokal, in der ARD und bei Sky) beim Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück das letzte Spiel der ersten Runde.
Wichtige BVB-Personalie vor dem Anpfiff geklärt
Die bedeutsamere Nachricht des Abends gab es vom BVB eine halbe Stunde vor dem Anpfiff vom Transfermarkt: Der Klub verkündete, als Ersatz des schwer verletzten Neuzugangs Giannis Konstantelias, den Engländer Ethan Nwaneri vom FC Arsenal per Leihe verpflichtet zu haben. Der Offensivspieler kommt für ein Jahr. Konstantelias hatte sich beim 2:0 gegen den Hamburger SV zum Bundesliga-Auftakt am Samstag einen Kreuzbandriss zugezogen und fehlt mehrere Monate.
Dortmund tut sich anfangs schwer
Gegen die Amateure aus Hamburg stellte BVB-Cheftrainer Niko Kovač die Startelf im Vergleich zum HSV-Spiel auf sieben Positionen um. Unter anderem stand Alexander Meyer im Tor für Stammkeeper Gregor Kobel, der nicht einmal im Kader stand.
Erwartungsgemäß drückte der Favorit den Außenseiter von Beginn an in dessen Hälfte. Die Hamburger hielten wacker dagegen und versuchten unter dem Jubel ihrer Fans selbst einige Vorstöße. So hatten die Dortmunder lange Zeit kaum klare Chancen. Die beste durch einen Schuss von Nationalspieler Felix Nmecha (25.) machte HEBC-Torwart Jannik Schoon mit einer starken Reaktion zunichte.
HSV-Mitarbeiter mit Eigentor
Bezeichnend, dass die Dortmunder erst durch ein Eigentor in Führung gingen. Den Schuss von Julian Ryerson lenkte HEBC-Kapitän Wrede ins eigene Tor – ausgerechnet quasi an seinem Arbeitsplatz. Hauptberuflich arbeitet der 33-Jährige in der Scouting-Abteilung des HSV.
Zwei Minuten nach der Führung brachte Svensson den BVB mit seinem Treffer endgültig auf die Siegerstraße. Noch vor der Pause erhöhte der 18-jährige Inacio mit seinem zweiten Treffer auf 4:0. In der zweiten Hälfte machte es Fabio Silva (59.) gegen die weiter mutigen Hamburger noch etwas deutlicher.
