Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat nach jahrelanger Verzögerung Boeing-Flugzeuge vom Typ 737 Max 7 zugelassen. Für den US-Konzern ist die Entscheidung von großer Bedeutung, da Boeing lange darauf gewartet hatte, die kleinste Version des populären Flugzeugmodells auf den Markt zu bringen.
Die Zertifizierung lag Jahre hinter dem Zeitplan. Nach zwei Abstürzen von 737-Max-Maschinen, bei denen 346 Menschen
starben, sowie Qualitätsproblemen bei Boeing hatte sich das
Zulassungsverfahren deutlich verlangsamt. Ursprünglich hatte Boeing mit einer Zulassung noch vor Ende des Jahres 2022 gerechnet.
Die 737 Max 7 kann je nach Konfiguration 135 bis 160 Passagiere
befördern und hat eine Reichweite von bis zu gut 7.000 Kilometern.
Boeing hat nach Zahlen des Konzerns über 280 Bestellungen für den Typ.
Aktienkurs von Boeing steigt um fünf Prozent
Der stellvertretende FAA-Chef Chris Rocheleau hatte zuletzt mitgeteilt, er rechne damit, dass die Zulassung für die größere Max 10 unmittelbar auf die der Max 7 folgen werde. Nach Angaben des Branchendienstes Cirium hat Boeing bereits etwa 30 Maschinen des Typs Max 7 und neun Max 10 gebaut, die nun auf ihre Auslieferung warten.
Boeing sieht sich seit den beiden Abstürzen von Max-8-Maschinen in den Jahren 2018 und 2019 mit einem strengeren Zertifizierungsverfahren konfrontiert. Zudem gerieten die Produktions- und Qualitätssysteme des Konzerns verstärkt in den Fokus der Behörden, nachdem im Januar 2024 während eines Fluges einer fast neuen Max 9 der Fluggesellschaft Alaska Airlines ein Kabinenteil herausgebrochen war.
FAA-Chef Bryan Bedford sagte im Juli, die Behörde und Boeing hätten die Zusammenarbeit bei der Zertifizierung neuer Flugzeuge verbessert. Der Kurs der Boeing-Aktien stieg nach der Zulassung für die Max 7 um mehr als acht Prozent.
