Nicolas Peter, 64, arbeitet seit 1991 bei BMW, zuletzt als Finanzvorstand. Vor einem Jahr wurde dem promovierten Juristen der Aufsichtsratsvorsitz des Autokonzerns übertragen. In seinem ersten Interview erklärt er, was die Industrie anbieten könnte dafür, dass die EU Verbrenner länger fahren lässt.
DIE ZEIT: Herr Peter, wieso hat Deutschland den Status als bewundertes Autoland verloren?
Nicolas Peter: Das ist doch eine sehr deutsche Sicht. Wenn ich mit Leuten aus dem Ausland rede, dann sind die deutschen Hersteller weiterhin extrem respektiert. Zumal in einer Welt, die für alle Akteure nicht gerade einfach ist, etwa wegen der Zölle in den USA. Trotzdem haben die drei deutschen Hersteller im ersten Quartal in Summe fast fünf Milliarden Euro Gewinn erzielt. Und BMW exportiert deutlich mehr Fahrzeuge aus Deutschland, als wir hier verkaufen. Zwei gute Indikatoren für einen starken Wirtschaftsstandort.
