Sinkende Geburtenraten sparen Lehrstellen, sagt Sachsens Kultusminister Conrad Clemens. Sein Brandenburger Kollege Gordon Hoffmann will das bestehende System bewahren.
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© Gene Glover für DIE ZEIT (links); Silas Bahr für DIE ZEIT (rechts)
DIE ZEIT: Herr Clemens, Sachsen verliert in den nächsten Jahren rund 80.000 Schülerinnen und Schüler. Sie wollen den Rückgang nutzen und 4.600 Lehrkräfte einsparen. Wäre es nicht sinnvoller, diese Fachkräfte zu behalten und einen besseren Unterricht zu garantieren?
Conrad Clemens: Wir nutzen die sinkenden Schülerzahlen für kleinere Klassen und für mehr Zeit, die sich Lehrerinnen und Lehrer für die Kinder nehmen können. Es fällt auch weniger Unterricht aus. Aber wenn wir bis 2040 fast ein Viertel weniger Schülerinnen und Schüler haben, müssen wir gegenüber heutigen Studienanfängern ehrlich sein: Es wird weniger Lehrkräfte geben.
