Benjamin List könnte jetzt im sonnigen Kalifornien sitzen, von seinem Labor aus den Pazifik überblicken, mit Glück in der Ferne Wale sehen und nach der Arbeit surfen gehen. Stattdessen forscht der Chemie-Nobelpreisträger in Mülheim an der Ruhr, wo er aus dem Labor den Gasometer Oberhausen und die Schornsteine von Thyssenkrupp sieht. Vom Surfen kann er hier nur träumen.
Warum nicht Kalifornien, Herr List? Warum haben Sie Ihren attraktiven Job am Scripps Research Institute in San Diego aufgegeben und sind zurück nach Deutschland gekommen? Ein Lächeln zieht über das Gesicht des 58-Jährigen. Sicher, Kalifornien sei toll gewesen. »Aber hier habe ich einfach die besseren Bedingungen.«
