
Paul Ingendaay, langjähriger Feuilletonkorrespondent der F.A.Z. in Madrid und zuletzt Europakorrespondent mit Sitz in Berlin, erhält den Ben-Witter- Preis 2026. Die gleichnamige Stiftung ehrt damit „einen brillanten Feuilletonisten, der in seinen Kritiken, Berichten und Glossen den Lebenslinien zwischen Literatur, Geschichte und Gesellschaft nachspürt“. Ingendaays Texte, so heißt es in der Begründung der Jury weiter, „glänzen in der Kunst, engagierte, detailgetreue Beobachtung in eine offene, kitschresistente Sprache zu fassen, und verweigern sich souverän jeder kulturbürgerlichen Verfinsterung“. Seine Einblicke in die Literaturszenen und Vergangenheiten der iberischen Welt zeigten „seinen besonderen Sinn für eine abgeklärte Aufklärung europäischer Zustände und Zusammenhänge“.
Die Auszeichnung wurde von dem Hamburger Journalisten und Schriftsteller Ben Witter (1920 bis 1993) gestiftet und ist mit 10.000 Euro dotiert. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Willi Winkler, Axel Hacke, Teresa Präauer, Elsemarie Maletzke, Moritz Rinke und Johanna Adorján. Die Preisverleihung findet am 2. November im Literaturhaus Hamburg statt.
