Eine Straße in einem Vorort von Augsburg: Einfamilienhäuser, kleinere Wohnblöcke, Trampoline im Garten, Hecken vor dem Fenster – und überall Solarzellen. Seit einigen Jahren holen sich immer mehr Menschen mit sogenannten Balkonkraftwerken zumindest ein wenig Sonnenstrom in die Wohnung. Doch wie immer, wenn sich eine neue Technik verbreitet, bringt sie nicht nur Vorteile, sondern auch neue, bislang unbekannte Probleme.
Der Mann, der hier nur mit seinem Spitznamen Hunz erwähnt werden möchte, bleibt vor einem der Balkons stehen. Offensichtlich gehört der zur Wohnung einer jungen Familie. Kinderschuhe sind zu sehen, ein paar Blumentöpfe, unter dem Balkon lehnen mehrere Fahrräder. An der Balkonbrüstung hängen zwei Solarmodule und sammeln die Strahlen der noch dünnen Frühlingssonne. Solche Minianlagen, um den eigenen Strombedarf zu decken, gibt es bereits für wenige Hundert Euro.
