Im Outback von Alice Springs hat die australische Polizei am Donnerstag die Leiche des fünf Jahre alten Mädchens gefunden, das seit dem Wochenende vermisst worden war. Nach Angaben der Ermittler ist das Mädchen Opfer des 47 Jahre alten Mannes geworden, der es am Wochenende an der Hand aus einem Haus in einer Indigenensiedlung außerhalb der Stadt geführt haben soll.
Die Polizei hat laut dem australischen Sender auf einer Unterhose, die an einem Flussbett in der Nähe gefunden worden war, neben dem Erbgut des Mädchens auch DNA-Spuren des Mannes festgestellt. Nach dem mutmaßlichen Mörder des Mädchens, der nur wenige Tage vorher aus dem Gefängnis entlassen worden war, wird nun weiter gesucht.

Der Leichnam war gegen Mittag etwa fünf Kilometer von der Stelle entfernt gefunden worden, an der das Mädchen am späten Samstagabend in der Siedlung Old Timers Town Camp bei Alice Springs zuletzt an der Hand des Mannes gesehen worden war. Der Polizeichef des Northern Territory, Martin Dole, gab bekannt, dass die Familie des Opfers bereits informiert worden sei. „Dies ist eine unglaublich erschütternde Entwicklung“, sagte Dole laut ABC.
Das Mädchen gehört ebenso wie der mutmaßliche Täter der Gemeinschaft der australischen Indigenen an. Aus kulturellen Gründen hat die Familie darum gebeten, das mit bürgerlichem Namen Sharon identifizierte Mädchen „Kumanjayi Little Baby“ zu nennen.
