
Viele reisen seinetwegen nach Sizilien, jetzt hat der Ätna mit seinen Ausbrüchen erhebliche Probleme verursacht. Mitten in der Hauptreisezeit sitzen Tausende Urlauber auf der italienischen Mittelmeerinsel fest. Nachdem der Vulkan am vergangenen Freitag ausgebrochen war, wurden zahlreiche Flüge vom nahe gelegenen Flughafen von Catania storniert. Mittlerweile ist der Luftraum vollständig gesperrt.
Am Donnerstagabend wurde die Sperrung des Flughafens abermals verlängert. Starts und Landungen sind nun bis Freitag um 2.00 Uhr nicht möglich. Noch wenige Stunden zuvor hatte der Flughafenbetreiber mitgeteilt, dass der Flughafen bis Donnerstagnachmittag geschlossen bleiben soll. Betroffen sind damit auch deutsche Verbindungen der Billigfluganbieter Ryanair und Easyjet. Auf der südlich von Sizilien gelegenen Insel Malta mussten am Dienstag und Mittwoch ebenfalls Flüge gestrichen werden.
Europas aktivster Vulkan stößt seit mehreren Tagen große Mengen Asche und glühende Gesteinsbrocken aus. Nach Angaben des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie dringen immer mehr Lavaströme aus den Schloten nach draußen. Ausbrüche des Vulkans sind keine Seltenheit, die Behörden entscheiden je nach Windrichtung und Aschekonzentration über Sperrungen des Luftraums. Aktuell gilt für Catania die höchste Warnstufe.
Lavaströme locken Touristen an
Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur sind rund 30.000 Menschen von den Einschränkungen betroffen. Viele Reisende versuchen, auf den Flughafen der Inselhauptstadt Palermo auszuweichen oder mit dem Zug oder der Fähre aufs italienische Festland zu gelangen.
Einige berichten in den sozialen Netzwerken von Chaos an den Flughäfen, von ausgebuchten Flügen und Zügen, von hohen Mietwagengebühren und fehlenden Übernachtungsmöglichkeiten. Der italienische Schauspieler Filippo Laganà sagte in einem Video bei Instagram, dass für den Shuttlebus von Catania nach Palermo ein Preis von 700 Euro verlangt werde.
Trotz aller Probleme zieht der Vulkan weiterhin Touristen an, manche Anbieter werben mit Touren zu den Eruptionen. Bei Einbruch der Dunkelheit pilgern Schaulustige zu Aussichtspunkten, um die rot glühenden Lavaströme zu fotografieren. Das ist nicht ungefährlich. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtete, soll ein junges italienisches Paar gerettet worden sein, nachdem die beiden die Orientierung verloren hatten.
