Zwei Drittel der Deutschen sind am Tag nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt einer Umfrage zufolge besorgt über das Ergebnis der Wahl. Knapp jeder vierte Befragte ist hingegen erfreut, das geht aus dem Deutschlandtrend extra der ARD vom Montagabend hervor.
In der repräsentativen Umfrage des Instituts Infratest dimap sind 45 Prozent der Deutschen nach dem Wahlsieg der AfD der Ansicht, dass der Spitzenkandidat der vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuften Partei, Ulrich Siegmund, zum Ministerpräsidenten gewählt werden sollte. 48 Prozent der Befragten, also knapp jeder Zweite, sind hingegen der Meinung, Siegmund sollte nicht zum Ministerpräsidenten gewählt werden.
51 Prozent der Befragten sind der Umfrage zufolge der Ansicht, die anderen Parteien sollten die AfD bei der politischen Arbeit künftig stärker einbinden. 45 Prozent meinen hingegen, die AfD sollte von den anderen Parteien nicht stärker beteiligt werden.
Jeder Zehnte ist mit der Arbeit der Koalition zufrieden
Mit Blick auf die Bundesregierung sind der Umfrage nach fast neun von zehn Deutschen mit der Arbeit der schwarz-roten Koalition weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden. Jeder Zehnte ist mit ihr zufrieden. Eine Minderheit von 14 Prozent traut Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu, Deutschland gut durch die anstehenden Aufgaben zu führen. 82 Prozent trauen ihm das nicht zu.
Infratest dimap befragte für den Deutschlandtrend extra am Montag online und per Telefon 1.051 Wahlberechtigte. Die statistische Fehlerquote wurde mit zwei bis drei Prozentpunkten angegeben.
Die AfD in Sachsen-Anhalt hatte am Sonntag die Landtagswahl mit fast 44 Prozent der Stimmen gewonnen und damit ihren Anteil gegenüber der Wahl von 2021 mehr als verdoppelt. Sie hat aber selbst keine absolute Mehrheit. Die bislang regierende CDU erlitt heftige Stimmeneinbußen und kam nur noch auf 17,2 Prozent. Im Landtag sind zudem SPD, Grüne und Linke sowie erstmals das BSW vertreten.
