Dienst nach Vorschrift? Das ist Menschen fremd, die man als Highperformer bezeichnen könnte. Sie leisten überdurchschnittlich viel. Lange Arbeitstage erleben sie nicht als Stress, im Gegenteil. Sie fühlen sich wohl, bis tief in die Nacht an einem Thema zu sitzen. Zwölf Stunden am Stück arbeiten sie konzentriert und effektiv.
Was sie hingegen ausbremst, sind starre Vorgaben, eine minutengenaue Arbeitszeiterfassung und Vorgesetzte, die ihnen Pausen verordnen.
Eine Mehrheit der Beschäftigten wünscht sich laut einer Befragung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin die aktuelle Arbeitszeit zu verkürzen. Doch acht Prozent der Befragten gab an, mehr arbeiten zu wollen.
Das Ende des Achtstundentags?
Die Bundesregierung arbeitet schon länger an einer Reform des Arbeitszeitgesetzes. Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) plant, die Wochenarbeitszeiten zu flexibilisieren – dann wären Arbeitstage mit mehr als acht Stunden möglich. Auch strengere Dokumentationspflichten könnten kommen.
Von Leserinnen und Lesern, die gerne, lange und viel arbeiten, möchten wir wissen: Woher kommt Ihr Drang, so viel zu arbeiten? Wäre Ihr Pensum auch in kürzerer Zeit zu schaffen?
Und was ändert sich für Sie persönlich, wenn die Arbeitszeit genau dokumentiert werden soll? Welche Vor- und Nachteile hätte es, wenn es nicht mehr eine tägliche Höchstarbeitszeit gibt? Wie reagiert Ihr Umfeld auf Ihr Arbeitspensum? Und wie schaffen Sie es, sich trotzdem von der Arbeit zu erholen?
Schreiben Sie uns über das Formular oder per Mail an community-redaktion@zeit.de. Ausgewählte Beiträge wollen wir veröffentlichen, auf Wunsch auch anonymisiert.
Unsere Leserschaft bereichert unseren Journalismus. Hier finden Sie alle Stimmen-Texte.
