Die Saarbahn wird im Tarifkonflikt mit der Lokführergewerkschaft GDL auch in den kommenden Tagen bestreikt. Der heutige Arbeitskampf beginne um 11 Uhr, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Das Ende werde kurzfristig mitgeteilt.
Zudem seien der Saarbahn Streikankündigungen für Samstag und Sonntag übermittelt worden. Wann diese Arbeitsniederlegungen genau beginnen, werde kurzfristig mitgeteilt.
«Aufgrund der anhaltenden Verweigerungshaltung des Arbeitgebers wird die GDL künftig auch auf kürzere Streikintervalle setzen und Arbeitskampfmaßnahmen gegebenenfalls kurzfristiger ankündigen», hieß es.
Die GDL bedauere die damit verbundenen Auswirkungen auf die Fahrgäste. Es gehe der Saarbahn GmbH nicht darum, sich ernsthaft mit den Inhalten der gestellten Forderungen auseinanderzusetzen, kritisierte die Gewerkschaft. Es liege weiterhin kein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeberseite vor.
Schüler- und Pendlerverkehr soll sichergestellt werden
Die S1 verkehre seit heute Morgen nach dem Ersatzfahrplan, eingeschränkt zwischen Riegelsberg Süd und Saargemünd, hieß es von der Saarbahn GmbH. Das Ersatzkonzept ende planmäßig um etwa 16:30 Uhr. «Je nachdem, wann der Streik enden wird, werden wir (nach 16:30 Uhr) möglichst den Regelbetrieb der S1 wieder hochfahren.»
«Das Streikverhalten ist nicht kalkulierbar», sagte Saarbahn-Geschäftsführer Karsten Nagel der Mitteilung zufolge. Das Ziel sei insbesondere die Sicherstellung des Schüler- und Pendlerverkehrs frühmorgens und am Mittag. Dafür sei ein Ersatzkonzept eingerichtet worden, wonach ab 5:30 bis 16:30 Uhr mit einer kleinen Unterbrechung am Vormittag gefahren werde.
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