Im Internat Louisenlund, in einem
alten Schloss direkt am Ufer des Ostseefjords Schlei, sitzt ein Schriftsteller
mit Tintenflecken an den Fingern, es tritt eine leibhaftige Prinzessin auf und in
der Geschichte selbst begibt sich ein Junge mit wildem Haar auf eine große
Reise in antiker Kulisse. Als Ferdinand von Schirach sein erstes Kinderbuch vorstellt, fühlt man sich wie aus der Zeit gefallen.
Alexander heißt der Junge, genau wie das Buch, und für ihn sieht
es anfangs düster aus. Seine Heimatstadt Kaliste liegt nach einem Krieg, den
der tyrannische König angezettelt hat, in Schutt und Asche. Alexanders Vater
ist im Kampf gefallen. Und dann entscheiden die Bürger von Kaliste, dass
ausgerechnet er, ein Kind, sich auf die Suche nach guten und gerechten Gesetzen
machen soll. Als sei das nicht schwer genug, muss Alexander diese Gesetze in
sieben Tagen finden. Gelingt ihm das nicht, wird die Stadt vom Nachbarherrscher plattgemacht.
