Aleksander Čeferin will den umstrittenen Fifa-Präsidenten Gianni Infantino nicht herausfordern und schließt eine eigene Kandidatur für das Amt aus. »Ich bin nicht interessiert«, sagte der Präsident der Europäischen Fußball-Union im britischen Podcast The Rest is Politics.
Zum einen schätze er den europäischen Fußballverband und die Arbeit dort. »Und der zweite Punkt ist: Meine Glaubwürdigkeit ist um ein Vielfaches höher, wenn ich kein Interesse an diesem Posten habe«, sagte der 58‑Jährige. Die Amtszeit des Slowenen, der
seit 2016 Uefa-Präsident ist, endet, wie die von Infantino, im kommenden Jahr.
Auch wenn er selbst nicht für das Amt des Fifa-Präsidenten kandidieren will, hält Čeferin an seiner Forderung nach Infantinos Ablösung fest. »Die erste Möglichkeit ist, dass er erkennt, dass er nicht über die
Unterstützung verfügt«, sagte Čeferin. »Die andere Möglichkeit ist,
dass er bei der Wahl antritt. In diesem Fall werden wir meiner Meinung
nach einen Gegenkandidaten ins Rennen schicken. Wer das sein wird, weiß
ich noch nicht.«
Infantino steht international in der Kritik, seit sein umstrittener Plan, den
Weltverband für externe Investoren zu öffnen, gescheitert ist. Čeferin gab in dem Podcast an, dass er seit Beginn der Krise nicht mehr mit Infantino gesprochen habe. »Soweit ich höre«, spiele die Fifa »die Karte ›Das arrogante Europa ist gegen uns‹
aus«, sagte der Uefa-Chef. Er ergänzte dazu: »Ich finde, jemand sollte ihn daran erinnern, dass er
Europäer ist und von der Uefa unterstützt wurde.«
