Aufstieg ist eine interessante Erfahrung. Man lernt neue Orte kennen – Hotels zum Beispiel. Neue Gewohnheiten – Taxifahren zum Beispiel. Und seit einigen Tagen werde ich wieder daran erinnert, womit Menschen der bürgerlichen Mitte sich in ihrer Freizeit überproportional gerne beschäftigen: mit ihren Vorfahren. Pardon, mit ihren Ahnen. Denn Ahnenforschung, so stelle ich fest, ist ein heiß geliebtes Hobby der Reihenhausschicht.
Ich bin nicht in einem Reihenhaus aufgewachsen. Ich habe auch keine Ahnung von meinen Ahnen. In meiner Familie wurde nur über die geredet, die noch leben, meistens schlecht.
