Der Medienkonzern Disney hat die US-amerikanische Medienaufsichtsbehörde FCC verklagt. Diese schränke die verfassungsmäßig verbriefte Presse- und Medienfreiheit ein, heißt es in der Klageschrift. Die FCC droht damit, dem Sender ABC, einer Fernsehtochter des Unterhaltungskonzerns, die Sendelizenzen zu entziehen.

Die FCC begründete diesen Schritt mit Diversitäts- und Gleichstellungsprogrammen bei ABC, die angeblich diskriminierend seien. Disney sieht in dem Vorgehen der Behörde, die der Trump-Unterstützer Brendan Carr leitet, hingegen Zensur. Damit räche sich die Aufsichtsbehörde für Trump-kritische Äußerungen des Late-Night-Moderators Jimmy Kimmel. Die Medienaufsichtsbehörde prüft zwar regelmäßig die Erneuerung von
Sendelizenzen. Die ABC-Lizenzen waren aber noch gültig.

Carr verteidigte das Vorgehen seiner Behörde. Die großen Fernsehsender in den USA seien verpflichtet, im öffentlichen Interesse zu arbeiten. Seine Aufsichtsbehörde wolle Standards einer vetrauenswürdigen Berichterstattung wiederherstellen.