In Leipzig hat die
Polizei einen entlaufenen Tiger in einer Gartenanlage erschossen. »Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr mehr«, sagte eine Polizeisprecherin. Das Tier sei aus einer
privaten Anlage entkommen. Wie ihm der Ausbruch gelang, war zunächst unklar. Weitere Tiere
seien nicht frei. Ein Mann wurde den Angaben nach leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht worden.
Laut einem Bericht der Leipziger Volkszeitung handelt es sich um eine Raubkatze einer Tiger-Dompteurin im Ortsteil Dölzig in Schkeuditz bei Leipzig, welche dort in einem Gewerbegebiet Großkatzen hält. Bei der verletzten Person handelt
es sich laut dem Bericht um einen Helfer. Die
Polizei wolle das Gelände mit einer Drohne überfliegen, um
sicherzugehen, dass auch wirklich keine weiteren Tiere frei herumliefen, hieß es.
Dölziger Ortsvorsteher will Konsequenzen
Der Dölziger Ortsvorsteher Thomas Druskat forderte nach dem Vorfall Konsequenzen. »Das Gehege muss weg«, zitierte ihn die Leipziger Volkszeitung. »Man darf
gar nicht daran denken, wenn auch noch andere Menschen zu Schaden
gekommen wären«, sagte er weiter. Er forderte demnach, die Tiere in eine andere Haltungsform zu überführen.
In der Vergangenheit hatte es laut Medienberichten Vorwürfe wegen der Tiger-Haltung gegeben. Die Frau soll trotz fehlender Genehmigung eine
Tigerschau beworben haben. Die
Staatsanwaltschaft Leipzig leitete den Angaben nach in der Folge ein Ermittlungsverfahren ein.
