Spitzenpolitiker wie Karl-Josef Laumann gibt es nicht viele in Deutschland. Bevor er 1990 in den Bundestag einzog, arbeitete Laumann zwölf Jahre lang als Maschinenschlosser in seiner westfälischen Heimatstadt Hörstel. Die Schule beendete er mit einem Hauptschulabschluss. Fast 20 Jahre lang stand er an der Spitze der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), des Sozialflügels der Partei. Heute ist der 68-Jährige stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU und Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Nordrhein-Westfalen. Wir sprachen mit ihm über die anstehenden Reformen, darüber, wie kompromissfähig die Politik noch ist – und was er tun würde, wenn die CDU mit der AfD kooperieren würde.
